Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade daraus

| Methodenkompetenz

Trotz widriger Umstände darf man den Mut nicht verlieren

Als ich mich selbstständig machte, hatte ich mich lehrbuchhaft vorbereitet: Existenzgründerseminare besucht, Konkurrenz beobachtet, Marketingmaßnahmen erarbeitet, Businessplan geschrieben.

Am 01.03.2002 war es dann soweit. Die Website ging online, die Prospekte wurden verschickt. Das Interesse an meinen Trainings war vorhanden, doch kaum jemand beauftragte mich. Vom 11. September war die Welt noch geschockt, die Euro-Einführung verunsicherte die Wirtschaft und Sachsen hatte mit dem Elbehochwasser zu kämpfen. 2002 war kein gutes Jahr für Start-ups.

Durchhalten und ungeahnte Möglichkeiten

Nicht aufgeben, sondern alles intensivieren, war meine Devise: Gespräche führen, Bekanntheit erhöhen, Angebote schreiben. Mit Fleiß und Durchhaltevermögen überstand ich die Zeit.

Sehr wichtig waren auch neue Kontakte. Sie halfen mir weiter, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Dafür bin ich heute noch dankbar. Wir brauchen Personen, die uns den Steigbügel halten. Die uns Mut machen oder neue Wege eröffnen. Reiten müssen wir dann selbst.

Stellvertretend möchte ich hier eine Person erwähnen, James Parsons, Inhaber vom ICC Sprachinstitut, heute Wordcraft GmbH. Er gab mir die Gelegenheit die „Elevator Pitch Workshops“ auf Deutsch zu halten. Mit der damals neuen Methode konnte ich bei Bildungsinstituten punkten und meine weiteren Themen platzieren.

 „Das übt ungemein“

Dass ich nicht aufgab, lernte ich bei meiner ersten Arbeitsstelle. Hier wurde ich von meiner sehr erfahrenen Kollegin Eva eingearbeitet. Natürlich gelang mir nicht alles auf Anhieb. Ich machte Fehler, übersah Kleinigkeiten. Eva erkannte sie sofort. Wenn ich mich grämte, sagte sie nur, „Das übt ungemein.“ Sie gab keine Kritik. Sie ließ Ungenauigkeiten einfach nicht durchgehen. Sie erwartete immer, dass es richtig gemacht wird. Sie wusste, dass kein Meister vom Himmel fällt. Übung und Wiederholung gehören dazu. Aufgeben ist keine Option.

Lehrgeld investieren

Die Schule des Lebens kennt keinen Lehrplan. Die Lektionen kommen überraschend, sind schmerzhaft und kosten manchmal viel Geld. Jeder will dieses Lehrgeld vermeiden. Doch eine gute Ausbildung kostet. Zunächst ist das ein schwacher Trost. Im Nachhinein, mit etwas Abstand, kann man aus bitteren Erfahrungen immer etwas lernen. Bestimmte Fehler passieren einem nie wieder. Besondere Situationen mahnen zur Vorsicht.

Das ein oder andere Lehrgeld musste auch ich zahlen. Heute kann ich sagen, dass sich meine Investitionen gelohnt haben. Ich schaue dankbar auf die vergangene Zeit zurück: viele interessante Begegnungen, tolle Aufträge und immer wieder positives Feedback meiner Kunden. Ich bin sehr zufrieden mit meiner geschäftlichen Entwicklung. Mein Auftragsbuch ist gut gefüllt. Und wenn mir das Leben doch wieder Zitronen gibt, mache ich Limonade daraus.

Was auch immer Sie vorhaben, lassen auch Sie sich nicht entmutigen und packen Sie es an.

Maximale Erfolge wünscht Ihnen

Silke Heuwerth


Stellhebel, auf die es ankommt:

  • Intensivieren Sie bei Gegenwind Ihren Fleiß und Ihre Disziplin.
  • Verbuchen Sie „Lehrgeld“ als sinnvolle Investition.
  • Nehmen Sie angebotene Hilfen dankbar an.

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